Häufige Fragen

1. Sind Erdbeben in der Schweiz überhaupt eine Gefahr?

«Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem grössten Schadenspotenzial in der Schweiz», so Stefan Wiemer, Professor für Seismologie an der ETH Zürich. Die Schweiz liegt mit Alpen, Mittelland, Jura und Rheingraben in einem geologisch komplex aufgebauten Gebiet. Die Kollision der tektonischen Platten von Afrika und Europa vor Jahrmillionen hat die Alpen und den Jurabogen geformt. Diese Spannungen im Untergrund sind heute noch vorhanden, und entladen sich von Zeit zu Zeit in Form von Erdbeben. Diese seismische Gefährdung führt zusammen mit der Beschaffenheit des Untergrunds und der betroffenen Werte zu erheblichen Risiken von Erdbebenschäden.

 

2. Wie häufig treten Erdbeben in der Schweiz auf?

In der Schweiz ereignen sich zwischen 500 und 800 Erdbeben pro Jahr. Ungefähr zehn davon sind stark genug, um von der Bevölkerung verspürt zu werden. Etwa 10 dieser Beben haben eine Magnitude von 3 bis 4. Stärkere Beben mit einer Magnitude von mindestens 5 kommen etwa alle 10 bis 20 Jahre vor. Seltener sind grössere Erdbeben mit einer Magnitude von 6 oder mehr. Sie kommen nur alle 100 bis 150 Jahre vor. Sie sind daher zwar selten, können aber überall und jederzeit in der Schweiz auftreten. Ereignisse wie das stärkste historisch dokumentierte Erdbeben in der Schweiz im Jahre 1356 in Basel mit einer Magnitude von ungefähr 6.6 sind innerhalb 1’500 Jahren etwa einmal zu erwarten.

 

3. Gab es bereits grössere Erdbeben in der Schweiz?

Das stärkste historisch überlieferte Erdbeben nördlich der Alpen ereignete sich 1356 in Basel. Übertragen auf die heutige Zeit wäre bei einem derartigen Ereignis mit mehreren tausend Todesopfern sowie zehntausenden Schwer- und Leichtverletzten zu rechnen und es wären Sachschäden in der Grössenordnung von 50 bis 100 Milliarden Franken zu erwarten. Davon würden alleine CHF 5 bis 10 Milliarden bei den Infrastruktursystemen anfallen und Betriebsunterbrüche würden Kosten von CHF 10 bis 15 Milliarden nach sich ziehen. Ein Erdbeben dieser Stärke wäre in der gesamten Schweiz zu spüren und würde noch in über 100 km Entfernung Schäden verursachen. Weitere grössere Erdbeben ereigneten sich beispielsweise im Jahre 1855 in Visp (Magnitude 6.2) oder 1946 in Sierre (Magnitude 5.8).

 

4. Welche Schäden sind in der Schweiz infolge eines Erdbebens zu erwarten?

Bei einer Bauweise, wie sie in der Schweiz üblich ist, treten Schäden an Gebäuden im Allgemeinen bei Erdbeben ab einer Magnitude von 5 auf. Zerstörerische Schäden sind ab einer Magnitude von 6-7 zu erwarten. Zu kleineren Rissen oder Schäden aufgrund herunterfallender Objekte kann es bereits bei kleineren Intensitäten kommen.

 

5. Was bedeutet es, wenn mein Haus erdbebensicher gebaut wurde?

Erdbeben lassen sich nicht vermeiden – die entstehenden Schäden können jedoch mit einer erdbebengerechten Bauweise verringert werden. Erdbebengerechtes Bauen heisst, vor allem Menschen vor einstürzenden Bauwerken zu schützen, Schäden an Bauten zu begrenzen und Folgeschäden zu vermindern. Von über 90 Prozent der Schweizer Gebäude ist nicht bekannt, ob sie erdbebensicher sind. Die 2003 eingeführte schweizerische Erdbebenbaunorm SIA 261 sowie das SIA Merkblatt 2018 geben an, wie neue Gebäude erdbebengerecht gebaut, beziehungsweise wie bei bestehenden Bauten die Erdbebensicherheit erhöht werden kann. Jedoch: Erdbebengerecht bedeutet nicht, dass Erschütterungen einem Gebäude nichts anhaben können. Es besagt lediglich, dass Massnahmen getroffen wurden, um einen Einsturz des Gebäudes zu vermeiden.

 

6. Zahlt die obligatorische Gebäudeversicherung bei Erdbebenschäden?

Erdbebenschäden sind in der obligatorischen Gebäudeversicherung nicht gedeckt. Das bedeutet, dass Sie für alle Kosten, die für die Reparatur von Erdbebenschäden anfallen, selbst aufkommen müssen. Zwar besteht über den schweizerischen Erdbebenpool bei den meisten kantonalen Gebäudeversicherungen (ohne Kanton Bern) eine beschränkte Absicherung von Erdbebenrisiken, jedoch handelt es sich dabei um freiwillige Leistungen und nicht um eine echte Versicherungslösung. Ein Leistungsanspruch im Schadenfall besteht nicht. Die maximale Leistungssumme beträgt schweizweit CHF 2 Milliarden. Zahlungen erfolgen erst bei starken Beben ab einer Intensität von 7, d.h. bei mittelstarken Beben erfolgt keine Zahlung. Der Selbstbehalt beträgt im Minimum CHF 50’000. Nach denselben Kriterien entschädigt der Kanton Zürich, welcher ebenfalls eine freiwillige Erdbebenversicherung kennt. Im Kanton Zürich ist die Deckung auf CHF 1 Milliarde begrenzt.

 

7. Was passiert mit meiner Hypothek, wenn mein Haus durch ein Erdbeben beschädigt wurde?

Immobilien bilden mit durchschnittlich 44% den grössten Bestandteil des Vermögens der Schweizer Haushalte. Und viele davon sind mit einer Hypothek finanziert. Beschädigt oder zerstört ein Erdbeben nun diese Gebäude, muss die jeweils laufende Hypothek ungeachtet der Schäden weiter bezahlt werden. Und alle anfallenden Kosten für Reparaturen müssen zusätzlich gezahlt werden.

 

8. Welche Schäden sind durch GVB Terra gedeckt?

GVB Terra ergänzt die obligatorische Gebäudeversicherung optimal: sie zahlt alle Kosten zur Wiederherstellung des Gebäudes zum Neuwert sowie umfangreiche Folgekosten nach einem Erdbeben. Die GVB Privatversicherungen AG prüft sämtliche Anträge und behält sich das Recht vor, Risiken abzulehnen, wenn die Zeichnungskriterien nicht erfüllt werden oder wenn die Rückversicherungskapazität erreicht ist.

 

9. Gibt es Leistungsbegrenzungen?

Nein. GVB Terra zahlt unabhängig der Stärke des Bebens und ohne Begrenzung.

 

10. Volle Schadenzahlung bei Erdbeben – Kann die GVB Privatversicherungen AG sich das leisten?

Die Antwort lautet ja! Die GVB Privatversicherungen AG kann im Falle eines Erdbebens in der Schweiz die mit GVB Terra versicherten Gebäude zum Neuwert wieder herstellen – und auch die zugesagten weiteren Leistungen entsprechend erbringen.

Hierzu kauft die GVB Privatversicherungen AG Rückversicherungsdienstleistungen breit diversifiziert am internationalen Markt ein. Dabei stehen die Bonität (mind. Rating A) und die Vermeidung von Kumulrisiken im Vordergrund.

«Erdbeben sind die Naturgefahr mit dem grössten Schadenspotenzial in der Schweiz», so Stefan Wiemer, Professor für Seismologie an der ETH Zürich. Die Schweiz liegt mit Alpen, Mittelland, Jura und Rheingraben in einem geologisch komplex aufgebauten Gebiet. Die Kollision der tektonischen Platten von Afrika und Europa vor Jahrmillionen hat die Alpen und den Jurabogen geformt. Diese Spannungen im Untergrund sind heute noch vorhanden, und entladen sich von Zeit zu Zeit in Form von Erdbeben. Diese seismische Gefährdung führt zusammen mit der Beschaffenheit des Untergrunds und der betroffenen Werte zu erheblichen Risiken von Erdbebenschäden.

In der Schweiz ereignen sich zwischen 500 und 800 Erdbeben pro Jahr. Ungefähr zehn davon sind stark genug, um von der Bevölkerung verspürt zu werden. Etwa 10 dieser Beben haben eine Magnitude von 3 bis 4. Stärkere Beben mit einer Magnitude von mindestens 5 kommen etwa alle 10 bis 20 Jahre vor. Seltener sind grössere Erdbeben mit einer Magnitude von 6 oder mehr. Sie kommen nur alle 100 bis 150 Jahre vor. Sie sind daher zwar selten, können aber überall und jederzeit in der Schweiz auftreten. Ereignisse wie das stärkste historisch dokumentierte Erdbeben in der Schweiz im Jahre 1356 in Basel mit einer Magnitude von ungefähr 6.6 sind innerhalb 1’500 Jahren etwa einmal zu erwarten.

Das stärkste historisch überlieferte Erdbeben nördlich der Alpen ereignete sich 1356 in Basel. Übertragen auf die heutige Zeit wäre bei einem derartigen Ereignis mit mehreren tausend Todesopfern sowie zehntausenden Schwer- und Leichtverletzten zu rechnen und es wären Sachschäden in der Grössenordnung von 50 bis 100 Milliarden Franken zu erwarten. Davon würden alleine CHF 5 bis 10 Milliarden bei den Infrastruktursystemen anfallen und Betriebsunterbrüche würden Kosten von CHF 10 bis 15 Milliarden nach sich ziehen. Ein Erdbeben dieser Stärke wäre in der gesamten Schweiz zu spüren und würde noch in über 100 km Entfernung Schäden verursachen. Weitere grössere Erdbeben ereigneten sich beispielsweise im Jahre 1855 in Visp (Magnitude 6.2) oder 1946 in Sierre (Magnitude 5.8).

Bei einer Bauweise, wie sie in der Schweiz üblich ist, treten Schäden an Gebäuden im Allgemeinen bei Erdbeben ab einer Magnitude von 5 auf. Zerstörerische Schäden sind ab einer Magnitude von 6-7 zu erwarten. Zu kleineren Rissen oder Schäden aufgrund herunterfallender Objekte kann es bereits bei kleineren Intensitäten kommen.

Erdbeben lassen sich nicht vermeiden – die entstehenden Schäden können jedoch mit einer erdbebengerechten Bauweise verringert werden. Erdbebengerechtes Bauen heisst, vor allem Menschen vor einstürzenden Bauwerken zu schützen, Schäden an Bauten zu begrenzen und Folgeschäden zu vermindern. Von über 90 Prozent der Schweizer Gebäude ist nicht bekannt, ob sie erdbebensicher sind. Die 2003 eingeführte schweizerische Erdbebenbaunorm SIA 261 sowie das SIA Merkblatt 2018 geben an, wie neue Gebäude erdbebengerecht gebaut, beziehungsweise wie bei bestehenden Bauten die Erdbebensicherheit erhöht werden kann. Jedoch: Erdbebengerecht bedeutet nicht, dass Erschütterungen einem Gebäude nichts anhaben können. Es besagt lediglich, dass Massnahmen getroffen wurden, um einen Einsturz des Gebäudes zu vermeiden.

Erdbebenschäden sind in der obligatorischen Gebäudeversicherung nicht gedeckt. Das bedeutet, dass Sie für alle Kosten, die für die Reparatur von Erdbebenschäden anfallen, selbst aufkommen müssen. Zwar besteht über den schweizerischen Erdbebenpool bei den meisten kantonalen Gebäudeversicherungen (ohne Kanton Bern) eine beschränkte Absicherung von Erdbebenrisiken, jedoch handelt es sich dabei um freiwillige Leistungen und nicht um eine echte Versicherungslösung. Ein Leistungsanspruch im Schadenfall besteht nicht. Die maximale Leistungssumme beträgt schweizweit CHF 2 Milliarden. Zahlungen erfolgen erst bei starken Beben ab einer Intensität von 7, d.h. bei mittelstarken Beben erfolgt keine Zahlung. Der Selbstbehalt beträgt im Minimum CHF 50’000. Nach denselben Kriterien entschädigt der Kanton Zürich, welcher ebenfalls eine freiwillige Erdbebenversicherung kennt. Im Kanton Zürich ist die Deckung auf CHF 1 Milliarde begrenzt.

Immobilien bilden mit durchschnittlich 44% den grössten Bestandteil des Vermögens der Schweizer Haushalte. Und viele davon sind mit einer Hypothek finanziert. Beschädigt oder zerstört ein Erdbeben nun diese Gebäude, muss die jeweils laufende Hypothek ungeachtet der Schäden weiter bezahlt werden. Und alle anfallenden Kosten für Reparaturen müssen zusätzlich gezahlt werden.

GVB Terra ergänzt die obligatorische Gebäudeversicherung optimal: sie zahlt alle Kosten zur Wiederherstellung des Gebäudes zum Neuwert sowie umfangreiche Folgekosten nach einem Erdbeben. Die GVB Privatversicherungen AG prüft sämtliche Anträge und behält sich das Recht vor, Risiken abzulehnen, wenn die Zeichnungskriterien nicht erfüllt werden oder wenn die Rückversicherungskapazität erreicht ist.

Nein. GVB Terra zahlt unabhängig der Stärke des Bebens und ohne Begrenzung.

Die Antwort lautet ja! Die GVB Privatversicherungen AG kann im Falle eines Erdbebens in der Schweiz die mit GVB Terra versicherten Gebäude zum Neuwert wieder herstellen – und auch die zugesagten weiteren Leistungen entsprechend erbringen.

Hierzu kauft die GVB Privatversicherungen AG Rückversicherungsdienstleistungen breit diversifiziert am internationalen Markt ein. Dabei stehen die Bonität (mind. Rating A) und die Vermeidung von Kumulrisiken im Vordergrund.

Empfehlen Sie uns weiter

Die Seite erdbebenversichern.ch hat interessante Informationen über Erdbeben in der Schweiz. Hier der Link auf die Seite:
https://www.erdbebenversichern.ch/haeufige-fragen/